Das Orgelstück der Woche,  Samstags ab 18:00 Uhr online:

Orgelstück der Woche Nr. 17 (35/21)
Der französische Organist und Komponist Claude Balbastre (1724-1799) war ein Star seiner Zeit. Einmal soll er Hausverbot in einer irche bekommen haben, weil die Zuhörer seiner Musik die Kirche nicht für die nächste Messe räumen wollten. Eher bescheiden kommt dabei die Sonate en Duo daher.


Orgelstück der Woche Nr. 16  (34/21)
Die Orgelsonaten von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901)  werden oft unterschätzt. Dabei bieten Sie immer wieder Überraschendes, Mitreißendes und im wahrsten Sinne Romantisches. 
Die Cantilene aus der elften Orgelsonate, bei der man selbst beim Spielen die Zeit vergisst ...


Orgelstück der Woche Nr. 15 (33/21)
Der "neue italienische Stil" von Antonio Vivaldi war im Europa des beginnen achtzehnten Jahrhunderts der letzte Schrei.  Die Concerti wurden bearbeitet, nachgeahmt und die Nachahmungen wieder bearbeitet - wie im Vorliegenden Beispiel von Johann Ernst IV. von Sachen-Weimar in der Bearbeitung von Johann Sebastian Bach.


Orgelstück der Woche Nr. 14  (31/21)
Nach einer kleinen "Sommerpause" noch ein Griff in mein Archiv: die ersten beiden Sätze von Mendelssohns zweiter Sonate in der Aufnahmen von 1998


Orgelstück der Woche Nr. 13 (27/21)
Noch ein kleines Mitbringsel aus Eichtersheim. Spontan ins Notenregal auf der Empore gegriffen und aus einem Buch gespielt, das in den dreißiger Jahren an alle Badischen Kirchengemeinden verteilt wurden, als die "alten Meister" aus Früh- und Hochbarock im Kommen waren und aus dem ich als junger Orgelschüler immer gerne gespielt habe. Eine Bearbeitung über "Allein Gott in der Höh sei Ehr" aus der Feder von Nicolaus Vetter (1666-1734)


Orgelstück der Woche Nr. 12  (26/21)
Das Praeludium von Felix Mendelssohn gibt es heute gleich zweimal. Der selbe Organist, zwei Orgeln aus der selben Werkstatt (Muhleisen- Strasbourg).

Allerdings liegen zwischen den Aufnahmen 22 Jahre und zwischen den beiden Orgeln sogar 30 Jahre.
Im Einzelnen:

Die frühere Aufnahme entstammt meiner 1998 aufgenommenen CD "Clérambault - Bach - Mendelssohn" an der Orgel in Michelfeld (und hat außerdem die Fuge angehängt), die spätere entstand letztes Jahr (2020) an der Orgel in Quadrath am Anfang meines Projektes "Playlist mit Orgelmusik für Hochzeiten" und lag noch in der digitalen Schublade. 


Orgelstück der Woche Nr. 11 (25/21)
Der Theologe und Liederdichter Paul Gerhardt (1607-1676) war geprägt vom dreißigjährigen Krieg und dem Aufbruch danach. Das spiegelt sich besonders in seinen Liedern und Gedichten wieder, die durch ihre Schlichtheit, Gefühlswärme und Singbarkeit zu Volksliedern geworden sind. Eines der bekanntesten ist Geh aus, mein Herz, und suche Freud, insbesondere in der Melodie von August Harder (1775-1813).


Orgelstück der Woche Nr. 10  (24/21)
Fly me to the moon - die Orgel als Spaceshuttle, die Kirche als Jazzclub? Oder doch nur ein Beispiel dafür, wie vielseitig auch und gerade kleine Orgeln sein können.


Orgelstück der Woche Nr. 9  (23/21)

Théodore Dubois (1837-1924) war Organist an der Pariser Madeleine, Professor ud später Direktor des Conservatoire. Unter seinen Kabinettstücken findet sich diese "Cantilène Nuptiale", ein Brautgesang zum Träumen.
Genießen Sie einige Momente mit Flöte und Oboe der Scholz-Orgel in Mehrhoog.


Orgelstück der Woche Nr.8  (22/21)
Dem Organisten über die Schulter geschaut bei Johann Sebstian Bach Fantasie und Fuge in g-moll, BWV 542.
Die Klangqualität leidet ein Wenig durch den Standort des Smartphones direkt am Rückpositiv, das bitte ich zu entschuldigen.


Orgelstück der Woche Nr. 7  (21/21)

Gegen Ende des Marienmonats wenden wir uns einem alten Marienlied und seiner Originalmelodie zu in einem fröhlichen, kleinen Concerto.
Wer mehr über das Lied wissen möchte:
   https://de.wikipedia.org/wiki/Maria,_breit_den_Mantel_aus


Orgelstück der Woche - Sonderedition - Nr.6  (20/21)
Zwei Feiertage, da erlaube ich mir auch zwei Orgelstücke hier zu Gehör zu stellen. Gute Laune aus der Schweiz bei der Schanfigger Bauernhochzeit - lernen Sie schon mal Schwyzerdütsch!


Orgelstück der Woche Nr.5  (20/21) - Pfingsten
Dietrich Buxtehude (1637-1707) war einer der bekanntesten Organisten seiner Zeit - immerhin pilgerte z. B. der junge Bach von Arnstadt zu Fuß nach Lübeck um ihn zu hören. Buxtehude kann als einer der Begründer der Tradition geistlicher Abendmusiken angesehen werden.

Der verzierte Cantus Firmus schwebt in diesem Orgelchoral quasi über der Begeitung, hoch oben im Gewölbe der Kirche.


Orgelstück der Woche Nr. 4 (19/21)
Louis-Claude Daquin (1694-1772) war zu seiner Zeit gefeierter Organist, Cembalist und Komponist. Um so verwunderlicher ist es, dass nur wenige seiner Werke erhalten und überliefert sind. Aus den 1735 erschienen Pièces de Clavecin ist Le Coucou wohl das bekannteste. Umso schöner erklingt es mit den Flöten einer Orgel - der Kuckuck klingt imer wieder durch das Zwitschern der Vögel im Wald hindurch.


Orgelstück der Woche Nr.3  (18/21)
Johann Sebastian Bach war ein regelrechter Meister des Recycling. Viele Kantatensätze erscheinen mehrfach leicht abgeändert mit anderem Text - nahezu das gesamte Weihnachtsoratorium hat Bach bei sich selbst abgeschrieben.
Auch für Orgel hat er manches Bearbeitet, z. B. Violinkonzerte von Vivaldi oder eben die "Sechs Choräle von verschiedener Art", auch "Schübler-Choräle" genannt aus eigenen Kantatensätzen.


Orgelstück der Woche Nr. 2 (17/21)
Franz Schuberts "Ave Maria" ist gar kein Ave Maria. Spätestens nach den ersten Tönen hört jeder: das geht auf Deutsch weiter und ist keine Übersetzung. Tatsächlich ist "Ellens dritter Gesang - Hymne an die Jungfrau" ein ganz persönliches Gebet einer Frau in Bedrängnis an die Mutter Gottes.
Bei der hier zu hörenden Fassung für Orgel solo ist das eher zweitrangig; der Focus liegt auf der wunderbaren Cantilene, die nun im warmen Tenor erklingt.


Orgelstück der Woche Nr. 1 (16/21)
Pater Franz Xaver Schnizer OSB (16740-1785) war Mönch der Benediktinerabtei Ottobeuren, Klosterkomponist und Organist zu der Zeit, als die beiden prächtigen Riepp-Orgeln im Chor der prächtigen Basilika entstanden. Sein einziges überliefertes Orgelwerk sind die sechs Sonaten für Orgel oder Cembalo.
Zu hören ist die dritte Sonate A-dur, gespielt an der kleinen Truhenorgel in St. Maria Himmelfahrt Hamminkeln.